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klirrende kälte, viele zuschauer,
agressionen, emotionen und
eishockey auf dem programm...
richtig, es ist derby-time im
tessin. der grosse rivale aus
dem sottoceneri ist zu gast in
der valascia. ein bericht.
nur schon die fahrt ins tessin
versprach einiges. es war kalt,
schneetreiben und rutschige
fahrbahnen waren die
vorherrschenden elemente. doch
auch das konnte mich nicht davon
abhalten, das berühmt
berüchtigte tessinerderby zu
besuchen. wie sich im verlauf
der fahrt herausstelle waren mit
zu-nehmender fahrtdauer die
strassenverhältnisse besser
geworden und ich sollte den
besuch des spiels auf keinen
fall bereuen.
in ambri angekommen musste ich
mich nicht auf die
parkplatzssuche machen, sondern
konnte wie immer auf dem mehr
oder weniger geräumten flugplatz,
welcher im winter in einen
parkplatz umfunktioniert wird,
mein auto abstellen. so weit so
gut. doch kaum ausgestiegen
wehte mir ein frischer,
eiskalter wind ins gesicht. und
der boden unter meinen füssen
war derart rutschig, dass es
leute gab welche nach drei
schritten schon viermal
hingefallen sind... der
anschliessende fussmarsch zum
stadion diente in erste linie
dazu, sich an die temperatur
(das thermometer zeigte -9° grad
an) zu gewöhnen. mein
reserviertes ticket lag schon an
der vorgesehenen kasse bereit.
durch die tatsache, dass ich
zeitlich sehr gut dran war,
konnte ich mir auch noch eine
bratwurst gönnen, bevor ich die
sicherheitskontrollen passiert
und den zugang zum stadion
geschafft hatte. und wie immer
ist der aufenthalt in der
valascia nicht unbedingt ein
vergnügen, jedoch bestimmt
kultig: platzsuche, enge plätze
und drängeln gehören halt
einfach dazu.
die stimmung im stadion war
schon weit vor spielbeginn
prächtig. Es wurde gesungen und
nettigkeiten zwischen den
fanlagern ausgetauscht,
transparente hingen am plexiglas
und die sprechchöre waren nicht
in jedem fall jugendfrei.
derbystimmung halt. und als dann
die teams zum aufwärmen auf’s
eis kamen, gings dann mal
richtig ab: die ersten
pfeiffkonzerte gegen die
gegnerische mannschaft heizten
die stimmung zusätzlich an...
das spiel begann in höchstem
tempo, wobei ambri zu beginn
(und eigentlich auch während des
spiels) die aktivere und etwas
frischere mannschaft schien. das
zeigte sich nicht zuletzt daran,
dass ambri schon früh zweimal in
überzahl spielen spielen konnte,
dies aber nicht in ein positives
resultat umzusetzen vermochte.
nichts desto trotz war im ersten
drittel, welches schliesslich
torlos 0:0 endete, ambri die
bessere mannschaft. auch im
zweiten drittel war es das
heimteam, welches öfter und
gefährlicher vor dem
gegnerischen gehäuse auftauchte.
ein starker david aebischer im
tor des hc lugano verhinderte
mal für mal die führung von
ambri. tja, und so kam was
kommen musste. lugano zeigte
höchte effizienz und konnte bis
zum ertönen der zweiten sirene
mit 0:2 in führung gehen.
gemessen am spielverlauf
unverdient, nimmt man jedoch die
Effizienz als massstab, so
zeigte lugano den nördlichen
kantonsrivalen klar den meister.
trotz der 2-tore-führung war die
spannung für das letzte drittel
auf jeden fall noch da. zumal
auch die emotionen mit
fortlaufender spieldauer
zunahmen und es praktisch bei
jedem zweiten unterbruch zu
einer keilerei auf dem eis kam.
das publikum hatte natürlich
seine helle freude daran.
im dritten drittel wäre das
frühe anschlusstor für ambri
zwingend notwenig gewesen. doch
lugano verteidigte geschickt und
wartete auf den k.o.-schlag. und
dieser folgte promt: durch einen
doppelschlag innerhalb von
wenigen sekunden zog lugano vom
0:2 zum 0:4 davon, wobei ambris
torhüter thomas bäumle definitiv
nicht die beste figur machte.
das spiel war entschieden,
einzige offene frage war nur
noch, ob david aebischer die
valascia mit einem shut-out
verlassen konnte oder nicht. er
konnte nicht. denn aus einem
gewühl vor dem lugano-tor viel
kurz vor schluss der
ehrentreffer für die gastgeber.
so ging ein turbulentes, von
emotionen geprägtes derby zu
ende. ein derby, in welchem
lugano die hierarchie um die
vorherrschaft im tessin wieder
geraderücken konnte...
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