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der spenglercup in davos
- das highlight zwischen
weihnachten und neujahr. europas
topclubs kämpfen um den titel
des wohl ältesten
eishockeyturniers europas.
ein bericht über die partie des
schweizer meisters
gegen jenen
aus tschechien.
kurzentschlossen wie so oft
organisierte ich über ebay
ein
(völlig überteuertes)
stehplatzticket. die partie
zwischen davos und karlovy vary
(karlsbad) aus tschechien passte
vom datum wie auch von der zeit
optimal. karlovy vary, seines
zeichens aktueller meister der
tschechischen extraliga, liegt
im westen des landes unweit der deutschen grenze und liegt rund
115 kilometer von prag entfernt.
aktuell liegt karlsbad in der
extraliga nur auf dem
enttäuschenden 12 platz, welcher
nicht einmal für die playoffs
berechtigt wäre...
die anreise verlief ohne
probleme und das organisierte
park and ride system
funktionierte tadellos. auch die
ticketübergabe vor
ort war kein problem. beim
rundgang um die vaillant arena
dann die erste überraschung. auf
dem nebenfeld war der
traditionelle canada-day. ein
grund, warum der spenglercup
nicht zuletzt bei den kanadiern
so beliebt ist: zuerst ein
halbstündiges eistraining und
danach gehört das feld ganz der
familie der kanadischen spieler
und deren fans. gemütliches
eislaufen mit frau/freundin und
den kindern, ein bisschen mit
den fans und journalisten
plaudern oder einfach nur über
eishockey philosophieren.
rund eineinhalb stunden vor
spielbeginn war türöffnung. die
schlangen vor den eingängen
nahmen schon früh beängstigende
ausmasse an. im stadion auf der
stehplatzrampe war nicht etwa
lockeres platz aussuchen
angesagt, sondern man wurde wie
auf einem parkplatz eingewiesen,
so dass möglichst viele fans im
sektor platz finden konnten.
kurz danach startete das inhouse
programm mit interviews, musik
und ähnlichem. rund 40 minuten
vor spielbeginn dann ein erster
höhepunkt. die beiden teams
kamen zum warm-up aufs eis.
beide mannschaften
wurden mit applaus empfangen,
was ja bei einem
meisterschaftsspiel undenkbar
wäre...
um kurz nach 15 uhr dann der
spielbeginn. nach der
präsentation der jeweilgen
startblöcke ging das spiel mit
sehr hohem tempo los, wobei der
hc davos den deutlich besseren
start für sich in anspruch nahm.
das führungstor jedoch gelang
dem gast aus tschechien. es war
vaclav skurhavy, welcher am
schnellsten reagierte und die
freiliegende scheibe im tor
unterbrachte. der stimmung und
den angriffsbemühungen der
davoser tat dies
aber keinen abbruch. chance um
chance konnte man sich
erarbeiten, das tor allerdings
wollte im ersten drittel nicht
mehr fallen. dachte man... denn
9 sekunden vor schluss erzielte
verstärkungsspieler juraj kolnik
(servette) den verdienten
ausgleich. das spiel war neu
lanciert. im zweiten abschnitt
war das spiel ein offener
schlagabtausch. es brauchte eine
überzahlsituation, welche die
gastgeber souverän zum 2:1
ausnutzen konnten. nur wenige
sekunden später fiel das 3:1.
ein doppelschlag der extraklasse,
der k.o. schlag für karlsbad?
nein, ein timeout der gäste
sorgte wieder für ordnung und
wie schon
im ersten drittel fiel wenige
sekunden vor der sirene ein tor.
diesmal jedoch für karlovy vary,
das spiel war für die letzten 20
minuten wieder völlig offen! nun
war die frage, ob das 4:2 oder
das 3:3 fällt. es war das 4:2,
eine erneute vorentscheidung,
zumal ein tscheche unmittelbar
nach dem tor auf die strafbank
musste. die davoser konnten
diese überzahl aber nicht in ein
tor ummünzen. im gegenteil, kaum
war nämlich karlovy vary
komplett, erzielten diese durch
einen schnell vorgetragenen
konter das 4:3. davos in der
folge stark unter druck, das tor
aber gelingt den einheimischen -
die entscheidung. davos damit
auf finalkurs, karlovy vary für
ein gutes spiel schlecht
belohnt!
nach dem spiel lief wie schon
alles reibungslos: aus dem
stadion, rein in den
bereitstehenden shuttlebus und
nur wenige minuten später war
ich schon im auto richtung "tal".
herrlich!
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